*** Pressemeldung ***

Initiativkreis pro Naturraum gegründet

Bürgerinitiativen aus der Region stellen sich gemeinsam gegen Flächenfraß.
Nicht nur am Amazonas, sondern direkt vor unserer Haustür schreitet die Naturzerstörung immer weiter voran. Immer mehr Bürger beklagen, dass der Flächenverbrauch gerade in unserem wohlhabenden Land unvermindert voranschreitet.
Durch die aktuellen Regeln der Kommunalfinanzierung wird ein künstlicher Überbedarf an Gewerbeflächen erzeugt. Städtische Haushalte finanzieren sich zum großen Teil durch Gewerbesteuereinnahmen, so dass die Kommunen im Wettstreit um ansiedlungswillige Unternehmen sind. In der Folge werden von jeder Kommune immer wieder neue Gewerbegebiete ausgewiesen. Es kommt zu einem Ausverkauf unserer Freiflächen und zur Zerstörung noch vorhandener Biotop-Verbünde.
Flächenschonung und Rückgewinnung von Flächen, also die Wiedernutzung von industriellen Brachflächen, finden nicht hinreichend statt.
Gegen den fortschreitenden Grünflächenverbrauch durch fehlgeleitete kommunale Konkurrenz haben sich am Samstag, 09.11.2019 in Solingen, mehrere Bürgerinitiativen aus dem Gebiet des Regionalplans Düsseldorf zu einem interkommunalen Initiativkreis zusammengeschlossen. Es sollen Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsam in der Region eine vernünftige ressourcenschonende Stadt- und Regionalentwicklung angestoßen werden.
Weitere Bürger und Initiativen sind herzlich eingeladen, sich dieser Gruppe anzuschließen.
 
Der Initiativkreis ist erreichbar unter der Adresse:
Die Gründungsmitglieder des Initiativkreises kommen alle aus dem Gebiet Solingen, Wuppertal und Velbert, also aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf und dem Geltungsbereich des Regionalplan Düsseldorf.
Die Initiative ist offen für weitere Bürgerinitiativen, die sich gegen Flächenfraß, Zerstörung von Naturraum oder Bedrohung von Biotopverbünden, Grüngürtel oder landwirtschaftlichen Grünflächen wehren.
Meist sind die Hintergründe ähnlich oder sogar gleich. Der Initiativkreis möchte daher der Natur und den Anliegen der Bürgern eine größere Lobby bieten, damit deren Anliegen auch bei überörtlichen Stellen Gehör finden und der Flächenverbrauch sichtbar wird.