Matschepampe. Steine schleppen. Stöcke sammeln. Weckt das bei Ihnen auch Kindheitserinnerungen?

Damit Kinder heute diese Erfahrungen noch machen können, erwarb Robert Schuberth vor einigen Jahren ein kleines Wäldchen unterhalb des Großen Felds. Vereinzelt finden die Sonnenstrahlen den Weg durch das Blätterdach. Ein Bachlauf schlängelt sich durch das Tal. Buntspechte trommeln leise an hohen Stämmen. Manchmal landet ein Rotmilan in einem der Baumwipfel.

In dem kleinen Idyll hat Robert Schuberth, Freizeitpädagoge beim Diakoniewerk Essen, bewusst alles natürlich belassen. In einem Bauwagen lagert er Gummistiefel: Stadtkinder kommen für einige Stunden hier her, um am Bach zu spielen, Stöcke zu schnitzen. Trockenen Fußes können sie dann wieder nach Hause gelangen. An einem Dendrophon lässt sich erfahren, wie die verschiedenen Holzarten klingen, wenn man sie mit einem Stock anschlägt. Manche Kinder und Jugendliche helfen beim Bau eines Knüppelpfads, suchen Kristalle, lernen ein Lagerfeuer zu entzünden … und und und.

Bald soll ein neues Baumhaus in einiger Höhe den Blick auf die angrenzenden Felder eröffnen. Nicht nur Robert Schuberth hofft, dass dieser Blick bald nicht für immer verbaut ist.

„Der Bau eines Industriegebietes in direkter Nachbarschaft wäre für die Kinder und meine pädagogische Arbeit hier im Wald eine Katastrophe. Seit der Gründung des Vereins sind rund 3000 Kinder mit mir hier gewesen. Für die vielen Kinder mit speziellem pädagogischem Bedarf sind die Erfahrungen im Wald sehr wertvoll. Sie werden ausgeglichener, erleben Momente, von denen sie in ihrem schwierigen Alltag zehren“, so der Freizeitpädagoge.

Mehr über Robert Schuberths Arbeit und seinen Verein natur-ro-erleben unter www.natur-ro-erleben.de